Leistungen & Verfahren

Mauertrockenlegung:
Methoden im Vergleich

Sägen, Injizieren oder Elektrophysik? Wir erklären, welches Verfahren wann sinnvoll ist und was es kostet.

Feuchte Wände sind der Albtraum jedes Hausbesitzers. Doch nicht jede feuchte Stelle benötigt eine teure Außenabdichtung. Oft genügen Injektionsverfahren oder gezielte Maßnahmen gegen Kondensation.

Die gängigsten Verfahren

1. Injektionsverfahren (Chemische Horizontalsperre)

Hierbei wird über Bohrlöcher eine Creme oder Flüssigkeit (Paraffin, Silikon) in das Mauerwerk eingebracht, die sich verteilt und eine wasserabweisende Schicht bildet.

  • Geeignet für: Ziegel, Mischmauerwerk, Hohlblocksteine.
  • Kosten: ca. 80–150 € pro lfm.
  • Vorteil: Sauber, von innen möglich, statisch unbedenklich.

2. Mechanische Verfahren (Sägen/Bleche)

Das Mauerwerk wird komplett durchtrennt (Säge oder Chromstahlblech-Einschlag), um eine physische Sperre einzubauen.

  • Geeignet für: Durchgehende Lagerfugen (Ziegel).
  • Kosten: ca. 150–250 € pro lfm.
  • Vorteil: 100% sicher, hält "ewig". Nachteil: Statik beachten!

3. Elektrophysikalische Verfahren

Nutzung elektrischer Felder (Elektroosmose), um die Wanderungsrichtung der Wassermoleküle umzukehren.

  • Geeignet für: Denkmalgeschützte Gebäude, schonende Sanierung.
  • Kosten: Pauschalpreise oft 3.000 – 6.000 € pro Anlage.
  • Vorteil: Kein Eingriff in die Bausubstanz.

Häufige Fragen

Was kostet eine komplette Kellerabdichtung?

Für ein Einfamilienhaus (ca. 10x10m) müssen Sie bei einer Außenabdichtung mit Erdarbeiten mit 15.000 € bis 30.000 € rechnen. Innenabdichtungen sind oft günstiger (ca. 3.000 € bis 8.000 € je nach Fläche).

Kann ich das selbst machen?

Injektionsverfahren können versierte Heimwerker selbst durchführen. Bei statischen Eingriffen (Sägen) oder großflächigen Außenabdichtungen sollten immer Fachfirmen beauftragt werden, um die Gewährleistung zu sichern.

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